Michael Eric Schrader von der TeGa Immobilien GmbH stellte das Vorhaben kürzlich Bürgermeister Kai Eggert und Stadtrat Hauke Schröder vor. Das heutige Gebäude stammt aus den 1960er-Jahren und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Die geschlossene Bauweise entlang der Hildesheimer Straße soll erhalten bleiben.
Bürgermeister Kai Eggert sagte: „Wir freuen uns, dass die TeGa Immobilien GmbH & Co. KG ein solch wichtiges Projekt umsetzt und entwickelt und ein Vorzeigeprojekt schafft. Das neue Gebäude kann das „Tor zu Laatzen“ werden – ein Gebäude, welches aus Richtung Hannover kommend, den Stadteingang prägt.“
Ursprünglich waren für das Projekt Mikroapartments vorgesehen. Nach einem zweitägigen Workshop mit Architektur- und Soziologiestudierenden wurde das Konzept jedoch geändert. Die Studierenden sprachen sich für gemeinschaftliches Wohnen in kleinen Wohngemeinschaften aus.
Geplant sind deshalb möblierte Wohnungen mit jeweils drei beziehungsweise vier gleich großen Zimmern von rund 13 Quadratmetern. Dazu kommen eine gemeinsame Wohnküche, ein Bad, ein separates WC und ein Abstellraum. Auf der Rückseite des Gebäudes sollen Laubengänge und Rundbalkone entstehen, die sich jeweils zwei Wohnungen teilen.
In einem kleineren Gebäudeteil sind zusätzlich 16 klassische Wohnungen mit Größen von etwa 60 bis 95 Quadratmetern vorgesehen. Insgesamt beträgt die geplante Wohnfläche rund 3500 Quadratmeter. Das Grundstück umfasst etwa 3600 Quadratmeter.
Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Energieversorgung. Die Dachflächen sollen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden, für die Wärmeversorgung ist Geothermie vorgesehen. Fossile Energieträger sollen dadurch möglichst weitgehend vermieden und die Nebenkosten langfristig niedrig gehalten werden.
Auch der Innenhof soll deutlich verändert werden. Der dort vorhandene Parkplatz soll verschwinden, die Fläche entsiegelt und begrünt werden. Rund 2000 Quadratmeter sind künftig als Grün- und Aufenthaltsflächen vorgesehen.
Im Erdgeschoss sollen neben den Büroräumen des Projektentwicklers weitere Gewerbeflächen entstehen. Geplant ist unter anderem ein Waschsalon für die Bewohner. Je nach Bedarf könnten außerdem ein Café oder Bistro hinzukommen. Zwei Stadtbahnstationen sind vom Standort aus erreichbar.
Michael Eric Schrader erklärte: „Für uns ist das Projekt etwas ganz besonderes, so Michael Eric Schrader, TeGa Immobilien GmbH. Angefangen mit der Entstehungsgeschichte des studentischen Wohnkonzepts über die Workshops, bis hin zur guten Zusammenarbeit mit der Stadt Laatzen. Mit dem starken Fokus auf den unterschiedlichen nachhaltigen Lösungen in und am Bau, wollen wir so weit wie möglich auf fossile Energie verzichten. Das Projekt E.A.S.y – einfach.anders.studieren ist als langfristige Investition für die TeGa geplant.“
Nach Angaben der Beteiligten wurde das Vorhaben über mehr als viereinhalb Jahre gemeinsam mit der Stadt Laatzen sowie den beteiligten Planungs- und Projektpartnern entwickelt und abgestimmt. Mit der inzwischen erteilten Baugenehmigung ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung erfolgt.
Stadtrat Hauke Schröder lobte die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und dem Team Bauordnung der Stadt: „Dank des auch in Laatzen beschlossenen Bauturbos konnten wir die Baugenehmigung in Rekordzeit erteilen. Besonders das nachhaltige Energiekonzept überzeugt und ist ein wichtiger Schritt zu unseren Zielen der Klimaneutralität.“