Probepilgern auf dem Jakobsweg
Ein Dutzend Interessierte
wandert drei Tage ab Grasdorf

Auf dem Pilgerweg Seite 4
Laatzen. „Probepilgern auf dem Jakobsweg“: Kürzlich machte sich ein Dutzend Fußpilger von der Pilgerkirche St. Marien in Grasdorf aus auf den Weg zum Kloster Marienrode nahe Diekholzen. Das Vorhaben: In drei Tagen wollten die Pilger die Strecke zurücklegen und dabei abends immer zu Hause schlafen.

Am ersten Tag führte die Strecke von Laatzen über Ruthe nach Sarstedt. Unterwegs gab es immer wieder Impulse aus dem von Diakonin Katharina Reinhard gedruckten Pilgerheft. Die Gruppe sang Lieder, Psalmen wurden vorgetragen. Nach gut 18.000 Schritten erreichte die Gruppe ihr Ziel am frühen Abend.

Am zweiten Tag ging es von Sarstedt über Ahrbergen, Giesen und Hasede immer auf der Via Scandinavica entlang nach Hildesheim. Neben geistlichen Texten und Impulsen gab es dieses Mal auch Atemübungen sowie „schweigende Strecken“, eine besondere Erfahrung für manchen Pilger. Das Wegeprofil war dabei sehr unterschiedlich: Feldwege und geschotterte Wanderwege wechselten sich mit teils fast zugewucherten Waldwegen ab.

Die Mittagsrast nahmen die Pilger an der St. Vitus Kirche in Giesen ein, das Pfarrheim sowie Bierzeltgarnituren standen bereit. Alle Pilger teilten ihren Proviant und sorgten so für einen reich gedeckten Tisch. Nach einem gemeinsamen Gebet im Magdalenengarten nahe der Innenstadt von Hildesheim ging es am Nachmittag mit der S-Bahn zurück nach Laatzen.

Tag drei startete am Hauptbahnhof in Hildesheim und führte durch die Innenstadt über den Moritzberg zum Kloster Marienrode in der Nähe von Diekholzen. Fitness war auf einer anstrendenden und steilen Passage hinter Hildesheim erforderlich. Nach einem Picknick sowie einem längeren Gespräch mit einer Ordensschwester des Klosters ging es auf dem Braunschweiger Jakobsweg zurück nach Hildesheim.

Ein von den Gemeindemitgliedern der St.-Marien-Gemeinde selbst gekochtes Abendessen belohnte die Pilger für die Strapazen. Insgesamt 70.000 Schritte legten die Gruppenmitglieder dabei zurück.

„Im Abschlussgottesdienst schmerzten zwar die Füße ein wenig, aber die Wanderung mit Gott hat allen gut getan“, berichtet ein Teilnehmer. Vielleicht gibt es im nächsten Jahr eine Fortsetzung mit Übernachtungen in Pilgerherbergen?





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