Gemeinsame Antidiskriminierungsstelle von Region und Stadt Hannover
Ab 1. Oktober gibt es Beratung und Unterstützung zentral unter einem Dach

Region Hannover. Die Region Hannover und die Landeshauptstadt Hannover werden ab dem 1. Oktober eine gemeinsame Antidiskriminierungsstelle einrichten. Dies haben der Rat der Landeshauptstadt Hannover und die Regionsversammlung beschlossen. Die Stelle bleibt bei der Landeshauptstadt Hannover angesiedelt und wird ihr Beratungs- und Unterstützungsangebot künftig auf alle Bürgerinnen und Bürger der Mitgliedskommunen der Region Hannover ausweiten.

Was bringt die gemeinsame Antidiskriminierungsstelle den Einwohnenden? Bisher stand die Antidiskriminierungsstelle der Landeshauptstadt Hannover nur den Einwohnern der Landeshauptstadt offen. Mit der neuen Kooperation wird das Angebot auf die gesamte Region ausgeweitet. Zur Umsetzung stellt die Region zusätzliche Ressourcen bereit: Es werden 2,5 neue Stellen geschaffen, finanzielle Mittel für Bildungsangebote, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung gestellt und jährlich rund 300.000 Euro für die Personal-, Sach- und Verwaltungskosten bezahlt.

Die Antidiskriminierungsstelle der Stadt besteht seit 1998 und hat sich als zentrale Anlaufstelle für Menschen etabliert, die Diskriminierung erfahren oder beobachten. Jährlich werden rund 250 Fälle gemeldet, von denen etwa 15 Prozent bisher nicht bearbeitet werden konnten, weil sie außerhalb der Stadtgrenzen lagen. Mit der neuen Struktur sollen diese Versorgungslücken geschlossen werden. Die Stelle verbindet konkrete Hilfe für Betroffene mit präventiver Arbeit und strategischer Netzwerkbildung. Es gibt eine Beratung für Bürger, Präventionsarbeit und Netzwerkarbeit zur Vermeidung von Diskriminierung sowie fachliche und konzeptionelle Arbeit zur Bekämpfung struktureller Diskriminierung und die Stärkung bestehender Netzwerke engagierter Akteure in der Region.

Der Erste Regionsrat Jens Palandt sagt: „Die Zusammenarbeit zwischen Region und Landeshauptstadt zeigt, wie wichtig uns der Schutz vor Diskriminierung ist. Diese Stelle wird eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene sein und in der gesamten Region dazu beitragen, Versorgungslücken zu schließen.“

Belit Onay, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt erklärt: „Die Region Hannover lebt von ihrer Vielfalt. Mit der gemeinsamen Antidiskriminierungsstelle stärken wir die Prävention, die Aufklärung und die Unterstützung von Betroffenen von Diskriminierung. Die langjährige Expertise der Landeshauptstadt Hannover bildet eine sehr gut Grundlage für die neu geschaffenen Strukturen.“

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