Der C-Trakt umfasst unter anderem Fachräume für Naturwissenschaften, Technik, Hauswirtschaft, Textiles Gestalten, Werken und Kunst. Für die Sanierung sind Haushaltsmittel in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro vorgesehen. In dieser Summe sind nach Angaben der Stadt sowohl die Planungskosten als auch das Mobiliar enthalten. Vorgesehen ist eine umfassende Erneuerung der Räume im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss. Dazu zählen Böden, Wände und Decken. Außerdem soll die Gasversorgung für die naturwissenschaftlichen Fachräume erneuert werden. Einzelne defekte Türen werden ausgetauscht. Darüber hinaus ist der Umbau des Freizeitraums im D-Trakt vorgesehen.
An der Vertragsunterzeichnung nahmen neben Eggert auch Stadtrat Hauke Schröder, die stellvertretende Schulleiterin Melanie Winter und die Architektin Kristina Gronau teil. Die Stadt sieht in dem Projekt einen weiteren Baustein zur Modernisierung des Schulstandorts. Die Albert-Einstein-Schule zählt mehr als 1600 Schülerinnen und Schüler. In den vergangenen Jahren waren dort bereits mehrere Maßnahmen umgesetzt worden, darunter der Neubau der „kleinen Albert“, das Henry-Korman-Haus für die fünften und sechsten Klassen, sowie die Neugestaltung des Außengeländes mit Kletterpyramide, die in diesem Frühjahr abgeschlossen wurde.
Der C-Trakt stammt aus der Mitte der 1970er Jahre. Zwar wurden in einzelnen Bereichen bereits Modernisierungen vorgenommen, etwa bei den Dächern, außerdem wurde nachträglich ein Aufzug eingebaut. In weiten Teilen entspricht der Gebäudeteil nach Angaben der Beteiligten jedoch noch seinem ursprünglichen Zustand. Die Räume genügten seit einigen Jahren nicht mehr den Anforderungen an modernen, sicheren und zeitgemäßen Unterricht in den naturwissenschaftlichen, technischen und ästhetischen Fächern, sagte die stellvertretende Schulleiterin Melanie Winter. Mit der Sanierung würden die Voraussetzungen für deutlich bessere Lern- und Arbeitsbedingungen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte geschaffen. Moderne Fachräume eröffneten neue Möglichkeiten für experimentelles und praxisnahes Lernen und stärkten den Schulstandort.
Bürgermeister Eggert hob die Bedeutung der Albert-Einstein-Schule für Laatzen hervor. Die Sanierung des C-Trakts sei der nächste wichtige Schritt, um gute Lernbedingungen zu sichern. Stadtrat Schröder verwies darauf, dass Arbeiten an bestehenden Gebäuden besonders sorgfältig vorbereitet werden müssten. Bei solchen Projekten griffen bauliche, technische und organisatorische Fragen eng ineinander. Eine belastbare Planung sei deshalb die Voraussetzung dafür, den Trakt nachhaltig zu erneuern, Anforderungen an Unterrichtsräume und Gebäudetechnik zu berücksichtigen und spätere Bauabschnitte verlässlich vorzubereiten.
Das beauftragte Büro bringt nach Angaben von Kristina Gronau ein Planungsteam aus mehreren Fachdisziplinen in das Projekt ein. Die Architektin verwies auf Erfahrungen bei der Sanierung von Schulgebäuden, auch während des laufenden Betriebs und unter engem Kosten- und Terminrahmen. Bei der Umsetzung müsse besonders darauf geachtet werden, die Belastungen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weitere Beschäftigte der Schule möglichst gering zu halten.
Als nächster Schritt wird ein Auftakttermin mit Lehrkräften, der Schulleitung sowie den beteiligten Fachteams der Stadtverwaltung vorbereitet. Die Umbauarbeiten sollen nach Abschluss der Planungs- und Genehmigungsphase beginnen. Vorgesehen ist eine Umsetzung in mehreren Bauabschnitten. Mit dem endgültigen Abschluss des Projekts einschließlich der Fach- und Laboreinrichtung rechnet die Stadt nicht vor 2030.