Jeinsen hat wieder den Blues
Sechste Auflage des Jeinser Bluesfestivals vom 24. bis 27. Juni: Alles rund um die Konzerte und Karten

Spaß auf der Bühne: die Gruppe „Mrs. King And Her Jewels“.Foto: Mark Bode
Pattensen. Es wird wieder bluesig im Pattenser Ortsteil Jeinsen: Eine Reihe von Größen der Musikszene sind der Einladung von Festivalorganisator und Blues-Schlagzeuger Andreas Bock gefolgt. Sie treten an drei unterschiedlichen Spielorten auf. Einige Dinge bleiben unverändert, andere sind zwangsläufig neu. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Festival.Wann ist das Jeinser
Bluesfestival in diesem Jahr?

Es startet am Mittwoch, 24. Juni, und endet am Samstag, 27. Juni. Es bleibt somit dabei: Vier Tage in Folge präsentiert der Blues-Schlagzeuger Andreas Bock Größen aus der Szene im beschaulichen Pattenser Ortsteil Jeinsen. Start ist am Donnerstag in der Kirche um 18.45 Uhr. Am Freitag geht es um 18.45 Uhr los, am Samstag bereits um 16.45 Uhr.

Wo findet es statt?

Nach fünf Jahren gibt es einen Ortswechsel. Die Veranstaltungsorte am Mittwoch im Landgasthaus sowie am Donnerstag in der Kirche St. Georg bleiben dieselben. Allerdings wechselt das Festival vom Hof von Ortsbürgermeister Günter Kleuker und seiner Frau Anke zum Garten- und Poolbaubetrieb Nötel. „Die Chefin hatte schon im letzten Jahr angefragt, ob wir nicht mal etwas gemeinsam veranstalten können“, sagt Bock. Nachdem er eine neue Location suchte, fanden die beiden schnell zueinander. Somit ist das Festival am Freitag und Samstag in einer Halle vor möglichen Wetterkapriolen geschützt.

Wieso ist es nicht mehr
auf dem schönen Innenhof der Kleukers?

„Es waren fünf tolle Jahre“, sagt Bock zum Fest auf dem Kleuker-Hof. Doch das Paar wollte sich nach dieser Zeit gerne zurückziehen. „Das ist schon sehr aufwendig. Ich habe volles Verständnis, dass sie sich gerne zurückziehen möchten“, sagt der Festivalorganisator.

Ich habe eigentlich nie Blues gehört. Ist das Festival
trotzdem etwas für mich?

Bock betont immer wieder: „Blues ist sehr vielseitig.“ Deshalb geht er davon aus, dass an sämtlichen Tagen für alle unterschiedlichen Musikgeschmäcker etwas im Angebot sein wird.

Welche Bands sind dabei?

Bock ist in der Bluesszene eine bekannte Größe. Sein Netzwerk ist groß. So gelingt es ihm Jahr für Jahr, neue Künstlerinnen und Künstler nach Jeinsen zu locken. Bock wird selbst am Donnerstag mit „Best of Jeinsen“ trommeln, am Freitag mit „Mrs. King & Her Jewels“ und am Samstag mit „Woman in Boogie & Blues“. Die Joaco Rodriguez Band aus Spanien und die Kuddel Renner Bluesband runden den Donnerstag ab. Die Jimmy Reiter Blues Band sowie Dr. Will & The Wizzard heizen dem Publikum am Freitag ein. Das Little Boogie Boys Trio, Peter Kern aus Österreich, die See see Riders und Cat Lee Kings & his cooks sind am Samstag dabei. Die komplette Übersicht aller Künstler mit den geplanten Auftrittszeiten ist im Internet unter www.blues-drumming.com einsehbar.

Was gibt es am Rande?

Es gibt am Freitag und Samstag vor Ort natürlich verschiedene Getränke, dazu Döner, Pommes, Bratwurst sowie syrische Spezialitäten der in Jeinsen lebenden Familie Al Aswad. Sie haben auch vegane Gerichte im Angebot. Wer gerne mittanzen möchte, kann dies auf einer speziell angelegten Tanzfläche tun. Auch Stehtische werden aufgebaut.

Gibt es noch Karten?

Der Mittwochabend im Landgasthaus Jeinsen ist mit 110 Plätzen schon länger ausverkauft. Restkarten gibt es noch für den Donnerstag in der St.-Georg-Kirche. Für die große Bühne auf dem Gelände von Garten- und Poolbau Nötel an der Ippenstedter Straße 16 hofft Bock noch auf einen letzten Verkaufsschub. Es sind noch reichlich Tickets verfügbar. 500 Menschen könnten an den beiden Tagen jeweils dabei sein. „Dann ist es aber auch richtig voll“, sagt Bock.

Wo gibt es Karten –
und was kosten sie?

Die Vorverkaufsstelle in Jeinsen ist bei der Patchworkdiele von Anke Kleuker, Vardegötzer Straße 10. Darüber hinaus können Interessierte Tickets bei Kathrin Bock per E-Mail an bock-kathrin@gmx.de und unter der Mobilnummer (0175) 5422181 ordern.

Eine Karte für einen Tag kostet 41 Euro. Wer an zwei Tagen dabei sein möchte, zahlt 71 Euro. Für die Tage von Donnerstag bis Samstag sind Karten für 106 Euro erhältlich. Für Jeinserinnen und Jeinser gibt es ein besonderes Angebot. Die bekommen ein Ticket zum halben Preis.

Bei so vielen Besuchern –
wo gibt es in Jeinsen
Parkplätze?

Organisator Bock verweist auf mehrere Parkmöglichkeiten im Ort. Die Adressen sind: Hof Zieseniß, Calenberger Straße 3; Hof Wissel, Ippenstedter Straße 20; Jörn Lampe, Wilhelm-Hentze-Straße 5; Hof Lampe-Böddecker, Ippenstedter Straße 13.

Wie finanziert Bock das
viertägige Fest?

Der Organisator hat in diesem Jahr wieder eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro vom Land bekommen. „Das hilft sehr. Es ist sonst immer ein Wagnis“, sagt Bock. Er veranstaltet das Fest „mit sehr viel Herzblut. Es geht nicht um Kommerz.“

Finanziell zurückgeworfen habe ihn eine erforderliche Nachzahlung für ausländische Künstlerinnen und Künstler, die keinen Wohnsitz in Deutschland haben. Zusätzlich zu den jeweiligen Honoraren muss Bock noch die sogenannte Ausländersteuer zahlen. Das sind zusätzliche 15,825 Prozent. „Das möchte ich in Zukunft gerne vermeiden“, sagt Bock.

Neben den Einnahmen durch den Kartenverkauf hat er eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um am Ende möglichst wieder mit einer schwarzen Null aus dem Festival zu gehen. Wer Bocks Bluesveranstaltung fördern möchte, kann bei Paypal an boogiebock@bluesdrumming.de spenden.

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