Über 200 Meter Schmetterling qualifizierte sich Kühn für das Jahrgangsfinale. Dort steigerte er seine persönliche Bestzeit auf starke 2:06,73 Minuten und verpasste als Vierter das Podium nur knapp. Gleichzeitig bedeutete die Zeit einen neuen Vereinsrekord für den TSV Pattensen. Über 200 Meter Lagen erreichte er den 13. Platz, während er über die 50 Meter Schmetterling Rang 19 belegte.
Ein weiteres Ausrufezeichen setzte Kühn über 400 Meter Lagen. Nach erfolgreicher Qualifikation für das Finale schwamm er dort in 4:39,92 Minuten auf den sechsten Platz. Seine persönliche Bestzeit verfehlte er dabei nur um Sekundenbruchteile. Zum Abschluss der Meisterschaften folgte der nächste Höhepunkt. Über 100 Meter Schmetterling verbesserte Luis bereits im Vorlauf seine persönliche Bestzeit auf 57,50 Sekunden und zog damit in das Jahrgangsfinale ein. „Dort gelang ihm ein nahezu perfektes Rennen“, sagt Michael Hamann, Sportlicher Leiter beim TSV. Mit 56,84 Sekunden unterbot er seine Bestmarke erneut deutlich, stellte einen weiteren Vereinsrekord auf und belegte den siebten Platz in Deutschland.
„Die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften gelten mit rund 1300 Aktiven aus mehr als 300 Vereinen als das größte, nationale Schwimmevent des Deutschen Schwimm-Verbandes. Entsprechend hoch war die Leistungsdichte in den einzelnen Wettbewerben“, sagt Hamann.
Kühn, der im Laufe der Saison bereits für den Bundeskader nominiert wurde und am Olympiastützpunkt Hannover zukünftig unter Landestrainer Emil Guliyev trainiert, reiste trotz wiederkehrender viraler Infekte nach Berlin. Der Nachwuchsschwimmer habe die vor der Meisterschaft gesteckten Ziele erreicht. „Insbesondere die Finalteilnahmen über 100 und 200 Meter Schmetterling bestätigen seine Zugehörigkeit zur erweiterten nationalen Spitze seines Jahrgangs“, sagt Hamann.