Schnelle Hilfe, wenn Betreuung plötzlich ausfällt
Hemmingen ist seit zehn Jahren Teil des Fluxx-Angebots
für Familien und pflegende Angehörige

Projektkoordinatorin Nora Rosenberg, Fluxx-Expertin Ingrid Krückeberg-Muth und Bürgermeister Jan Dingeldey (v.l.) treffen sich in der Bücherei im Rathaus, um sich über das Angebot von Fluxx auszutauschen.Foto: Stadt Hemmingen
Hemmingen. Wenn die Tagesmutter krank wird, ein Termin länger dauert oder plötzlich Unterstützung für einen pflegebedürftigen Angehörigen gebraucht wird, kann der Alltag schnell ins Wanken geraten. Für solche Situationen gibt es in Hemmingen die Fluxx-Notfallbetreuung. Das Angebot vermittelt kurzfristig Betreuungspersonen für Kinder bis 13 Jahre sowie Unterstützung für Haushalte mit pflegebedürftigen Angehörigen.

Die Stadt Hemmingen ist seit 2016 an Fluxx beteiligt und gehört damit zu den ersten Regionskommunen, die das Angebot nutzen. In diesem Jahr besteht die Zusammenarbeit seit zehn Jahren. Gestartet wurde Fluxx 2014 von der Landeshauptstadt Hannover.

Die Notfallbetreuung soll Familien helfen, wenn reguläre Betreuungsmöglichkeiten kurzfristig ausfallen oder ein einmaliger Engpass entsteht. Das kann etwa bei unvorhergesehenen Arbeitsspitzen, Verspätungen nach Dienstreisen, Krankheit, Unfällen oder Terminen am Abend und am Wochenende der Fall sein. Die Betreuung findet in der Regel im Haushalt der Familie statt. Bei Bedarf können auch andere Betreuungsorte oder Fahrdienste organisiert werden.

„Immer dann, wenn spontan Betreuung ausfällt, auch abends oder am Wochenende, sind wir erreichbar“, sagt Nora Rosenberg, die zuständige Koordinatorin bei der Stadt Hannover. Ein Einsatz lasse sich häufig sehr kurzfristig organisieren. „Oft noch am selben Tag. Unsere geschulten Betreuerinnen und Betreuer springen flexibel ein.“

Die eingesetzten Betreuungskräfte verfügen über pädagogische oder pflegerische Qualifikationen und werden regelmäßig geschult. Viele kommen aus sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Berufsfeldern.

Die Hemminger Fluxx-Betreuerin Ingrid Krückeberg-Muth erlebt bei Einsätzen häufig schnelle Entlastung. „Meistens sieht man erstmal Erleichterung“, sagt sie. Bei Kindern entstehe Vertrauen oft schon nach kurzer Zeit. Entscheidend sei ein ruhiger und einfühlsamer Umgang: „Mit Ruhe, Zuhören und ganz viel Geduld. Oft hilft gemeinsames Spielen, Vorlesen oder einfach jemand, der Sicherheit gibt.“ Die Betreuung endet flexibel, wenn Eltern oder Angehörige wieder selbst übernehmen können.

Erreichbar ist Fluxx rund um die Uhr unter Telefon (0511) 16832110. Ein Rückruf erfolgt ab 6 Uhr morgens. Die Kosten für die Betreuung liegen bei 5 Euro pro Stunde. Beschäftigte von Partnerbetrieben zahlen 3 Euro, Studierende 2 Euro pro Stunde. Fahrdienste werden zusätzlich nach Kilometern abgerechnet.

Weitere Informationen
und Formulare gibt es unter fluxx-hannover.de. RED
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