187 neue Jungbäume an der B3
Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr schließt die Lücken in der Bepflanzung

Lücken geschlossen: An der B3 hat die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zahlreiche junge Bäume pflanzen lassen.Foto: Mark Bode
Pattensen. Es gab in den Baumreihen entlang der B3 bei Pattensen immer mehr Lücken. Doch nun stehen 187 junge Bäume an der Straße. Die Stämme haben eine auffällige weiße Farbe erhalten. Das hat einen besonderen Grund.

Sie fallen deutlich auf: Entlang der Bundesstraße 3 zwischen den Abzweigen Pattensen-Mitte und Wülfingen stehen seit wenigen Wochen eine Menge junger Bäume. 187 sind es genau. Die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) hatte diese Pflanzungen veranlasst. Damit sollen entstandene Lücken entlang der Strecke geschlossen werden.

Die Lücken waren entstanden, weil alte Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden mussten.

„Mit den Neupflanzungen werden die Alleen wieder vervollständigt und können ihre vielfältigen Funktionen im Straßenseitenraum erfüllen“, sagt Julia Fundheller, Geschäftsbereichsleiterin Hannover der NLStBV. „Sie tragen zur Beschattung bei, verbessern das Mikroklima, vernetzen Lebensräume und fördern die Biodiversität, indem sie zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Nahrung und Lebensraum bieten“, erklärt Fundheller.

Zum Schutz der Jungbäume haben die noch dünnen Stämme bei der Pflanzung einen auffälligen weißen Anstrich erhalten.

„Der reflektiert die Sonneneinstrahlung und beugt damit Rindenschäden wie Sonnenbrand vor“, sagt Fundheller. „Dadurch wird das Anwachsen verbessert und das Risiko von dauerhaften Schäden oder Absterben reduziert.“

Die Baumarten, die entlang der rund elf Kilometer langen Strecke gepflanzt wurden, hat die Landesbehörde bewusst ausgewählt, sagt Fundheller.

„Die Auswahl der gepflanzten Alleebäume orientiert sich am vorhandenen Bestand sowie an bewährten Sortimenten, die den besonderen Standortbedingungen im Straßenseitenraum entsprechen“, sagt die Geschäftsbereichsleiterin.

„Gepflanzt wurden unter anderem trockenheits- und schnittverträgliche Arten.“ Dazu zählen Tilia cordata „Greenspire“ und vereinzelt Ulmen der Sorte „New Horizon“. Diese hätten sich „als besonders widerstandsfähig gegenüber längeren Hitze- und Trockenperioden erwiesen“, sagt Fundheller. Die Ulmensorte sei zudem resistent gegen die Ulmenkrankheit. Dabei handelt es sich um eine Pilzinfektion, die dazu führt, dass der Baum abstirbt.

Die Kosten betragen laut Landesbehörde insgesamt rund 200.000 Euro. Dies beinhaltet neben den Pflanzungen auch eine dreijährige „Entwicklungspflege“, sagt Fundheller.

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