Pflegebedürftige müssen im Durchschnitt rund 2.500 Euro monatlich selbst aufbringen – trotz Pflegekassen.Foto: dpa/Arno BurgiRegion Hannover. Die Kosten für Pflegeleistungen steigen in der Region Hannover deutlich an. Das geht aus dem neuen Fach-Pflegebericht „Kosten der Pflege“ hervor, der kürzlich im Sozialausschuss vorgestellt wurde. Demnach ist auch die Zahl der Pflegebedürftigen spürbar gewachsen. Im Jahr 2023 waren 76.833 Menschen auf Unterstützung angewiesen, das entspricht einem Anstieg von 15 Prozent gegenüber 2021. Gleichzeitig sind schätzungsweise rund 108.000 Angehörige in die Pflege eingebunden, oft mit erheblichen Auswirkungen auf ihre berufliche Situation. Besonders stark zeigt sich die Entwicklung bei den Eigenanteilen in der stationären Pflege. Pflegebedürftige müssen derzeit im Durchschnitt rund 2.500 Euro monatlich selbst aufbringen – trotz Leistungen der Pflegekassen.
Die steigenden Kosten belasten auch die Kommunen. Immer mehr Menschen sind auf Hilfe zur Pflege angewiesen. Zwar übernimmt das Land einen Großteil der Ausgaben, dennoch verbleiben etwa zehn Prozent der Kosten sowie zusätzlicher Personalaufwand bei Städten und Gemeinden. Als Ursachen nennt der Bericht unter anderem steigende Personal- und Sachkosten, die Inflation sowie den Fachkräftemangel. Zugleich wächst der Bedarf durch den demografischen Wandel weiter. Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke bezeichnet die Entwicklung als „dramatisch“ und fordert Entlastungen für Angehörige sowie eine Reform der Pflegefinanzierung. Der vollständige Bericht ist im Internet abrufbar auf hannover.de/pflegebericht-rh.