Die Umstellung ist in den vergangenen Jahren ins Stocken geraten: 2025 wurden gerade einmal 37 der mehr als 4000 Leuchten umgerüstet, im Jahr davor waren es 161. Bei dem Tempo würde es noch Jahrzehnte dauern, bis das Großprojekt abgeschlossen ist.
Die Stadtverwaltung hat nun auf Nachfrage der rot-grünen Ratsgruppe angekündigt, das Thema deutlich zu forcieren. „Der Fortschritt im letzten Jahr war nicht so erheblich“, räumte Stadtbaurat Hauke Schröder jetzt im Laatzener Umweltausschuss ein. Dies sei allerdings auch anderen Kommunen so gegangen und habe mit Engpässen bei einem Fachbüro zu tun, das sich um die notwendigen Beleuchtungsberechnungen kümmert.
Umso mehr will die Stadt jetzt aufs Tempo drücken. Schröder kündigt für 2026 den Austausch von Leuchtmitteln in 418 Laternen an. Damit solle in der zweiten Jahreshälfte begonnen werden. Die Umrüstquote werde sich dadurch von 33 auf 44 Prozent erhöhen. Ziel sei es, künftig jährlich mindestens 400 Leuchten umzurüsten. Diese würden durchschnittlich zwei Drittel weniger Strom verbrauchen, die Kosteneinsparung liege allein beim aktuellen Paket bei knapp 25.000 Euro brutto jährlich. Anders als in Haus und Garten, wird bei der Umrüstung der gesamte Laternenkopf gegen einen neuen ausgetauscht.
Aus der Politik gab es Lob für das neue Ziel, aber auch mahnende Worte. „Ich möchte bitten, dass das auch umgesetzt wird“, sagte Harald Zietz (SPD) im Laatzener Umweltausschuss. Priorität sollten aus seiner Sicht sensible Bereiche bekommen, etwa das Umfeld von Haltestellen und an der Grand-Quevilly-Passage unter der Erich-Panitz-Straße.
Axel Witt vom Nabu Laatzen regte zudem an, auch über gedimmte Lampen mit Bewegungsmeldern nachzudenken, mit deren Hilfe die Lichtstärke erhöht wird, sobald jemand den Bereich passiert. Die Stadtverwaltung will dies prüfen.