Grüne Oasen in der Heimat
Aktion „Offene Pforte“ beginnt: Auch Gärten in Hemmingen, Laatzen und Pattensen sind geöffnet

Es grünt und wächst mit Permakultur: Maria Jacobs lädt zur Offenen Pforte in ihren Arnumer Garten ein. Foto: Torsten Lippelt
Laatzen / Hemmingen / Pattensen. Die Aktion „Offene Pforte“ startet in die nächste Runde. Dabei können Gartenfans bis Oktober auf Besichtigungstour gehen, sich austauschen und sich inspirieren lassen. In der Region Hannover sind insgesamt 95 Gärten zu besichtigen – auch in Hemmingen, Pattensen und Laatzen sind Gärten dabei. Wo sind sie zu finden, und was haben sie zu bieten?

Im Garten hinter ihrem Haus in Laatzen-Gleidingen hat Stephanie Richter auf rund 600 Quadratmetern eine naturnahe Fläche als Rückzugs- und Futterort für Insekten, kleine Reptilien, Vögel und Igel geschaffen. Es gibt Obstbäume, eine Hecke aus Weißdorn und Schlehe, Thymian, Dost, Salbei und Zitronenmelisse.

Stephanie Richter, Gänsewiese 19, Laatzen-Gleidingen. Geöffnet: Sonntag, 21. Juni, 14 bis 17 Uhr.

In ihrem Reihenhausgarten in Laatzen-Mitte haben Elke und Gerhard Bock eine naturnahe Idylle mit Hochbeeten, Bachlauf, Teich, Beerensträuchern, bienenfreundlichen Stauden, Kräutern, Blumen und einem bewachsenen Gartenhausdach angelegt. Die Bodenbearbeitung erfolgt mit selbst hergestellter Terra Preta.
Elke und Gerhard Bock, Beethovenweg 4, Laatzen-Mitte. Besichtigung nach Vereinbarung unter Telefon (0511) 824199.

In den Historischen Rosengärten von Sabine Heiner-Dressler in Hemmingen-Westerfeld können Besucherinnen und Besucher eine romantische und bienenfreundlich gestaltete Gartenanlage mit nach Themen gegliederten Farbfeldern entdecken. Es gibt zahlreiche Beispiele für gesunde und duftende Rosen.

Sabine Heiner-Dressler, Historische Rosengärten, Göttinger Landstraße 73/75, Hemmingen-Westerfeld. Geöffnet: Samstag, 30. Mai, 6. und 13. Juni, jeweils 11 bis 12.30 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon (0511) 420770, E-Mail: info@rosengalerie.de.

Alter und neuer Obstbaumbestand, Beerensträucher, Kräuter und eine Wildobsthecke werden im Nachbarschaftsgarten in Arnum nach Permakultur-Grundsätzen der Nachhaltigkeit gepflegt. Dabei profitieren die Baumscheiben der frisch gepflanzten Bäume von Obstbaum-Lebensgemeinschaften. Es entstehen Biotope, in denen sich auch Insekten, Vögel und Kleintiere wohlfühlen. Das Gartengrundstück wurde den Anwohnern von der Stadt Hemmingen zur Pflege überlassen.

Maria Jacobs, Nachbarschaftsobstgarten, Gebrüder-Grimm-Weg 34 und 2. Die Verlängerung des Gebrüder-Grimm-Wegs führt auf einem Feldweg zum Garten, Hemmingen-Arnum. Geöffnet: Samstag, 19. September, 11 bis 16 Uhr, Führungen um 11, 13 und 15 Uhr.

Der Garten von Sibylle Maurer-Wohlatz und Dietrich Wohlatz in Reden bietet von Jahr zu Jahr immer mehr Arten eine Zuflucht. In dem Naturgarten gibt es ein reiches Blütenangebot von Wild- und Bauerngartenstauden sowie historischen Gemüsesorten, die vom Frühjahr bis zum Herbst blühen und Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Nützlingen als Nahrung dienen. In die Hoch- und Gemüsebeete arbeitet das Ehepaar Terra-Preta-Kompost ein, den es selbst herstellt.

Sibylle Maurer-Wohlatz und Dietrich Wohlatz, Dorfstraße 1, Pattensen-Reden. Geöffnet: Sonntag, 14. Juni, 14 bis 17 Uhr.

Auf seinem Acker in Pattensen-Mitte zeigt der BUND, wie er vom Aussterben bedrohte Gemüsesorten erhält und die Insektenvielfalt fördert.

Neben rund 60 Tomatensorten gibt es Busch- und Stangenbohnen, Melonen, Mais und Kürbis in einer Milpa-Mischkultur, wie sie in Mexiko Tradition hat.

Auf Nutzpflanzen, Wildstauden und Bauerngartenblumen können Schwebfliegen, Wildbienen und viele Käferarten entdeckt werden. Wer will, bekommt auch Tipps, wie Tomaten vorbeugend gegen Kraut- und Braunfäule gepflegt werden können.

BUND-Acker, Redener Weg, neben „das gemüseBEET“ und gegenüber der Kläranlage, Pattensen, Kontakt: Sibylle Maurer-Wohlatz, E-Mail: smw@ bund-region-hannover.de, Internet: www.bund.de. Geöffnet: Sonntag, 9. August, 11 Uhr.

In ihrem 1200 Quadratmeter großen Garten in Pattensen-Mitte präsentiert Familie Gering Nashi-, Mandel- und Pfirsichbäume. Blumen, Stauden, Kakteen und Palmen sorgen für Farbe, selbst gefertigte Holz- und Tonfiguren für Abwechslung. In Gewächshäusern und Hochbeeten wachsen unter anderem Käseblatt, Melonen, Physalis und Pepinos. Vieles kann auch probiert werden. Bei einer Führung verrät das Ehepaar Tipps und Tricks und berichtet von der Entwicklung des Gartens.

Familie Gering, Bruchweg 14, Pattensen-Mitte. Geöffnet: Samstag, 9. Mai, 14 bis 18 Uhr, Sonntag, 10. Mai, 10 bis 14 Uhr; Samstag, 6. Juni, 14 bis 18 Uhr, Sonntag, 7. Juni, 10 bis 14 Uhr; Samstag, 11. Juli, 14 bis 18 Uhr, Sonntag, 12. Juli, 10 bis 14 Uhr; Samstag, 15. August, 14 bis 18 Uhr. Sonntag, 16. August, 10 bis 14 Uhr; Samstag, 12. September, 14 bis 18 Uhr. Sonntag, 13. September, 10 bis 14 Uhr.

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