Zuvor hatte die Regionsversammlung sie einstimmig gewählt. Muschter tritt damit die Nachfolge von Ina Leiter an, die das Amt bereits nach knapp zweieinhalb Jahren im Mai 2025 aus beruflichen Gründen abgegeben hatte. Muschter will die fünfjährige Amtszeit aber durchhalten. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe. Für mich schließt sich damit auch ein Kreis“, sagt sie.
Tatsächlich hat Muschter ihre erste feste Stelle als Umweltschutzbeauftragte in der damaligen Gemeinde Hemmingen bekommen. Von 1987 bis 1990 hat sie dort gearbeitet. Anschließend wechselte sie in das Umweltdezernat nach Hannover und war unter anderem für naturschutzrechtliche Aspekte bei der Expo-Planung verantwortlich. Als 2001 die Region Hannover gegründet wurde, nahm Muschter dort eine Stelle in der Umweltschutzbehörde an, in der sie bis vor wenigen Monaten noch arbeitete. Jetzt ist sie im Ruhestand und hat Zeit für ihr neues Ehrenamt.„Als der Nabu-Landesverband mich im Herbst vergangenen Jahres fragte, ob ich Interesse habe, stimmte ich zu“, sagt Muschter. Die „vielfältigen Landschaftsbilder“ der Stadt Hemmingen reizen sie. Auf die Frage nach ihren Lieblingsorten in der Stadt nennt sie als Erstes das Naturschutzgebiet Sundern, aber auch das Bürgerholz. Zunächst möchte sie sich jetzt ein Netzwerk aufbauen und unter anderem alte Kontakte aktivieren. Auch die Stadtverwaltung hat Muschter schon angeschrieben und um ein Treffen gebeten.
„Ich wechsele jetzt sozusagen die Seite“, sagt die 66-Jährige. Zuvor habe sie in ihrem Job Anträge von Vereinen und Institutionen bekommen und diese beurteilt. Jetzt will sie die Antragstellerinnen und Antragsteller unterstützen. Dazu möchte sie unter anderem mit der Nabu-Gruppe Hemmingen und zum Beispiel auch dem Hemminger Verein Heuhüpfer Kontakt aufnehmen.
Auch als Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürger steht Muschter zur Verfügung. Aktuell hat sie allerdings noch keine öffentliche Kontaktadresse. Darüber möchte sie noch mit der Stadtverwaltung sprechen. Muschter ist Mitglied der Grünen. Sie betont jedoch: „Solange es um Projekte für die Umwelt geht, ist mir das Parteibuch nicht wichtig.“