Doch keine Wertstoffinselin Ingeln-Oesselse
Standort scheitert an Protest von Anwohnern und Ortsrat

Als Standort für Glascontainer geeignet? Der Ortsrat Ingeln-Oesselse schlägt die asphaltierte Fläche vor dem Edeka-Markt an der Gleidinger Straße vor.Foto: Stephanie Zerm
Laatzen. Seit Langem klagen Bürgerinnen und Bürger über fehlende Altglascontainer in Ingeln-Oesselse. Nun schien mit einer neuen Wertstoffinsel an der Straße Im Eichengrund eine Lösung gefunden. Diese scheitert jedoch am Protest von Anwohnern – und des Ortsrats, der eine andere Lösung favorisiert.Bei der Endlos-Suche um einen Containerstandort für Altglas in Ingeln-Oesselse gibt es eine erneute Kehrtwende: Die Laatzener Stadtverwaltung hat nun doch Abstand davon genommen, eine weitere Wertstoffinsel in der Straße Im Eichengrund einzurichten. Grund sind Proteste von Anwohnern, die in der jüngsten Ortsratssitzung am vergangenen Montag ihrem Ärger Luft verschafften.Eigentlich war der Tagesordnungspunkt nur als Mitteilung der Verwaltung vorgesehen: Nach der langen Suche nach einem Ersatzstandort für die frühere Wertstoffinsel vor der Grundschule Ingeln-Oesselse hätten sich Stadt und Aha auf eine Fläche an der Ecke Im Eichengrund/Königsberger Straße geeinigt, hieß es in der Drucksache. Bei der Ortsratssitzung, der zwischen 25 bis 30 Zuhörer beiwohnten, stellte sich dann jedoch heraus, dass dies auf Widerstand stößt. Anwohner befürchten insbesondere Lärmbelästigungen durch den Standort vor ihren Haustüren. Ortsbürgermeister Heinrich Hennies (CDU) warnt zudem vor Gefahren durch Scherben. „So ein Ding mitten im Ort zu installieren und dann auch noch an einer Straße, in der Kinder mit dem Fahrrad fahren und langlaufen, passt nicht“, findet Hennies. Erfahrungen an anderen Standorten, etwa dem vor der Schule am Eingang zum Sportplatzgelände, hätten gezeigt, dass viele ihre Flaschen bei vollen Containern davor abladen. „Das haben wir an dem Standort vor dem Sportplatz erlebt“, so Hennies. Der Ortsrat forderte die Stadtverwaltung auf, von dem Plan Abstand zu nehmen und erneut über die von ihm favorisierte Fläche vor Edeka an der Gleidinger Straße nachzudenken. „Wir hatten seinerzeit einen Ortstermin gehabt, bei dem Aha für den Standort war“, sagt Hennies. Gescheitert war die Idee dann aber am Veto der städtischen Straßenverkehrsbehörde. „Man kann doch mit der Straßenverkehrsbehörde eine Lösung suchen, ob an anderer Stelle im Bereich Edeka etwas machbar ist“, schlägt Hennies vor. Die Stadtverwaltung kündigte im Nachgang der Sitzung an, die Standortsuche fortzusetzen. Gegen den Widerstand von Ortsrat und Anwohnern wolle die Stadt die Wertstoffinsel an der Straße Im Weidengrund nicht durchsetzen, erläuterte Ortsratsbetreuerin Nicole Pilz. Sie kündigte an, dass Aha mit dem Wunsch nach einem neuen Standort erneut angeschrieben werden solle.
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