Wo sind Hemmingen und Pattensen verwundbar?
Projekte zur Klimafolgenanpassung sollen im Herbst starten:Konzepte werden am 16. und 18. März öffentlich vorgestellt

Setzen sich gemeinsam für den Schutz vor Klimafolgen ein: Jan Dingeldey (von links), Ramona Schumann, Max Harders, Anne Kautz, Silke Nolting und Markus Richter.Foto: Tobias Lehmann
Hemmingen / Pattensen. Wie können die Städte Hemmingen und Pattensen am besten auf Folgen des Klimawandels wie Hitze oder Überschwemmungen vorbereitet werden? Mit dieser Frage hat sich Klimafolgenanpassungsmanagerin Anne Kautz in den vergangenen Monaten beschäftigt. Sie hat vor einem halben Jahr ihre Arbeit in beiden Rathäusern aufgenommen. Schwerpunkt war seitdem die Erstellung eines Klimafolgenanpassungskonzepts für beide Kommunen. Dafür hat sie gemeinsam mit den Fachbüros Koris und Geo-Net zusammengearbeitet. Das Ziel ist es, für beide Kommunen frühzeitig entsprechende Projekte zu entwickeln, um die negativen Auswirkungen künftiger Wetterextreme zu minimieren.

Die ersten Ergebnisse sollen im März in öffentlichen Veranstaltungen präsentiert werden. „Dort zeigen wir, welche Stadtbereiche vom Klimawandel besonders betroffen sein werden und schlagen auch konkrete Vorsorgeprojekte vor“, sagt Kautz. Die Besucherinnen und Besucher können zusätzlich auch noch eigene Vorschläge einbringen. Im Sommer soll dann politisch über die Umsetzung diskutiert werden. „Wir wollen mindestens ein Projekt in beiden Kommunen für den Herbst auf den Weg bringen“, sagt Kautz. Die Veranstaltungen laufen am Montag, 16. März, im Rathaus Hemmingen und am Mittwoch, 18. März, im Rathaus Pattensen jeweils von 18 bis 19.30 Uhr.

Mit dem Klimafolgenanpassungsmanagement teilen sich Hemmingen und Pattensen eine gemeinsame Stelle, die für zunächst zwei Jahre zu 90 Prozent vom Bund gefördert wird. In der Region Hannover ist es das erste Mal, dass zwei Kommunen auf diese Art kooperieren. Kautz hatte zuvor für ein Planungsbüro gearbeitet und kannte die Abläufe einer Verwaltung noch nicht. Jetzt musste sie sich gleich in die Arbeitsstrukturen in zwei Rathäusern einarbeiten. „Das war eine herausfordernde Zeit“, sagt sie.

Kautz teilt ihre Arbeit auf die beiden Rathäuser auf. „Meist bin ich drei Tage die Woche in Hemmingen und zwei in Pattensen. Das variiert aber auch“, sagt sie. Mittlerweile hat sie sich in den wichtigsten politischen Gremien vorgestellt. Auch mit den Jugendparlamenten in beiden Städten hat Kautz gesprochen. „Die Jugend soll wissen, dass ich als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehe“, sagt sie.

Die befristete Stelle läuft im Juli 2027 aus. Es steht aber im Raum, dass sie noch einmal verlängert wird, damit Kautz auch die Umsetzung der Projekte betreuen kann.



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