Rekord bei Jugendfeuerwehr
Bisher größte Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Rethen/Leine

Der neue Jugendrat mit Jugendwart Rene Reetz und seinem Stellvertreter Marcel Auge: im Fenster Lennart Bäuml und Mathilda Weber, davor v.l.n.r. Rene Reetz, Lea Elligsen, Lilly Hafke, Marcel Auge.Fotos (2): Stadfeuerwehr Laatzen
Laatzen. Mit 85 Anwesenden ist die Jahreshauptversammlung der Jugendfeuerwehr Rethen/Leine so gut besucht gewesen wie nie zuvor. Jugendwart Ingo Baum hob in seiner Eröffnung die Rekordbeteiligung hervor, als kürzlich 20 der aktuell 27 Jugendlichen im Gerätehaus zusammenkamen.

In seinem Jahresbericht blickte Baum auf zahlreiche Aktivitäten zurück. Neben feuerwehrtechnischem Dienst standen auch gemeinsame Unternehmungen auf dem Programm. So besichtigte die Jugendfeuerwehr unter anderem den Rettungshubschrauber „Christoph 4“ an der Medizinischen Hochschule Hannover. Zur Freude aller blieb der Hubschrauber während des Besuchs am Standort und musste nicht zu einem Einsatz starten. Zudem berichtete Baum von einer Fahrradtour sowie einem Spieledienst mit der Jugendfeuerwehr Gleidingen. Insgesamt wurde rund ein Drittel der Dienste gemeinsam mit dem Nachbarnachwuchs durchgeführt.

Auch bei Wettbewerben war der Nachwuchs erfolgreich. Beim Stadtpokal traten drei gemischte Gruppen mit Jugendlichen aus Rethen und Gleidingen an und belegten die Plätze eins, vier und fünf. Eine weitere gemischte Gruppe stellte sich der Leistungsspange und bestand die Prüfung auf Anhieb.

Die Mitgliederzahl sank im vergangenen Jahr leicht auf 27, zum Jahresende stieg jedoch der Anteil der Mädchen erneut an.

Nach drei Jahren stand turnusgemäß die Wahl der Jugendwartung an. Ingo Baum kandidierte nicht erneut. Die Jugendlichen wählten einstimmig Rene Reetz zum neuen Jugendwart und Marcel Auge zu dessen Stellvertreter. Die Bestätigung durch die Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung steht noch aus. Ebenfalls einstimmig wurden Lilly Hafke zur Gruppenführerin, Lea Elligsen zur stellvertretenden Gruppenführerin, Lennart Bäuml zum Schriftführer und Kassenwart sowie Mathilda Weber zur stellvertretenden Schriftführerin und Kassenwartin gewählt.

Mehrere Ehrungen schlossen sich an. Den Wanderpokal der Jugendfeuerwehr, der in den Disziplinen Darts, Schießen und Tischtennis ausgetragen wird, gewann erneut Jonas Florin vor Lennart Bäuml und Merle Everling. Für die beste Dienstbeteiligung wurden Lennis Hanke mit 89,19 Prozent, Lilly Hafke mit 91,89 Prozent und Lennart Hanke mit 100 Prozent ausgezeichnet.

Erstmals wurde zudem ein neuer Pokal verliehen. Ingolf Wagner hatte angeregt, jene Jugendlichen zu würdigen, die bei Wettbewerben und für die Leistungsspange regelmäßig mittrainieren, ohne selbst teilzunehmen. Künftig werden diese „Reservisten“ auf einem im Gerätehaus aufgestellten Pokal namentlich festgehalten. Für 2025 sind dies Lennart Bäuml, Yannik Brandes, Jonas Seidel und Simon Wagner.

Vier Mitglieder wurden aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen: Iven Ahlborn, Lennis Hanke, Finn-Gerrit Pletsch und Kjell Meister beginnen nun ihre weitere Feuerwehrausbildung.

In ihren Grußworten würdigten die Gäste die Arbeit des Nachwuchses. Ernesto Nebot betonte die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft. Stadtbrandmeister Sven Wenger hob hervor, dass in der Jugendfeuerwehr demokratische Abläufe eingeübt würden und lobte die enge Zusammenarbeit der Jugendfeuerwehren im Haus. Zugleich wünschte er sich eine stärkere Beteiligung von Eltern bei künftigen Versammlungen. Zum Abschluss dankten Jugendliche und Betreuer dem scheidenden Jugendwart Ingo Baum mit einer Überraschung.

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