Sanierung der Dreifeldhalle an der KGS zieht sich weiter in die Länge
Zeitpunkt der Eröffnung ist ungewiss: Netze zum Schutz der Decke fehlen noch

Modernisiert: die Dreifeldhalle der KGS.Fotos (2): Mark Bode
Pattensen. Ursprünglich sollte die Sanierung der Dreifeldhalle 15 Monate dauern und lediglich 1,4 Millionen Euro kosten. Inzwischen sind zweieinhalb Jahre Bauzeit vergangen und die Kosten liegen aller Wahrscheinlichkeit nach bei mehr als 5 Millionen Euro. Die meisten Arbeiten sind zwar abgeschlossen, doch die Eröffnung ist vonseiten der Verwaltung noch nicht terminiert worden. Das liegt laut der Stadt an noch fehlendem Schutz des Equipments.

Schon von außen wird deutlich: Dies ist noch immer eine Baustelle. Zäune sperren den Zugangsbereich ab, an der Fassade stehen noch mehrere Baugerüste. Immerhin: In der Halle wird fleißig gearbeitet. Das zeigt der städtische Mitarbeiter Christian Reppin beim Rundgang. Er betreut das Bauprojekt für die Stadt Pattensen.

In der Halle glänzt der etwa 1500 Quadratmeter große Bodenbelag, der nicht ausgetauscht wurde. „Der ist noch nicht so alt“, sagt Reppin. „Während der Sanierungsphase hatten wir den Boden mit Holzplatten geschützt.“ In der Halle stehen teils Sportgeräte herum. Barren, Bock und Bälle werden bereits in die unterschiedlichen Garagen geschoben. Die Basketballkörbe werden an ihren alten Plätzen befestigt. Allerdings ist eine Baustelle noch offen. Unter der Decke musste aus Brandschutzgründen die alte Holzkonstruktion weichen. Die Decke ist nun offen, Lichttechnik, Lautsprecher und Lüftungsschächte sind dort angebracht worden. „Die sollen es eigentlich aushalten können, wenn Bälle dagegenfliegen. Aber wir möchten es nicht darauf ankommen lassen“, sagt Reppin.

Eine beauftragte Baufirma habe es allerdings noch nicht geschafft, die georderten Netze zu liefern und mit Haken unter die Decke zu hängen. „Wir können deshalb noch keinen genauen Termin nennen, zu dem die Halle wieder freigegeben wird“, sagt der Stadtmitarbeiter. Auf die Decke wurde eine Zellulose-Schicht aufgetragen. „Das sollte den Lärmpegel deutlich minimieren“, sagt Reppin. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Klagen darüber gegeben, dass es in den einzelnen Bereichen der Dreifeldhalle zu laut war. Besonders problematisch sei es gewesen, wenn die Trennwände heruntergelassen wurden und sich der Schall in Richtung Tribüne ausbreitete.

Die Anzeigetafel ist neu, optisch dem Vorgängermodell ähnlich. „Sie bietet aber viel mehr Möglichkeiten“, sagt Reppin. Die gesamte Lüftungsanlage wurde ausgetauscht. Neue Brand- und Einbruchmeldeanlagen wurden ebenfalls verbaut.

Der Gymnastikraum im Obergeschoss wurde umfassend modernisiert. Die Umkleiden sind weitgehend in ihren Grundrissen unverändert, Duschbereiche und Toiletten wurden laut Reppin geringfügig umgestaltet. Im Obergeschoss soll zukünftig noch eine Art Teeküche installiert werden. „Das geschieht aber erst etwas später“, kündigt Reppin an.

Dass es wiederholt zu baulichen Verzögerungen kam, liegt laut Reppin an einer kurzfristigen Änderung bei der Planung. Statt der bisherigen Wärmeversorgung mittels Leitung vom KGS-Trakt sollte kurzfristig doch eine Wärmepumpe eingebaut werden. „Das hat uns bei der Planung ein Jahr gekostet“, sagt Reppin. Zudem stiegen die Kosten dadurch um rund 600.000 Euro.

Weitere Probleme und Verzögerungen entstanden offenbar durch nicht eingehaltene Termine von einigen beauftragten Baufirmen. „Wir mussten immer wieder kämpfen“, sagt Reppin dazu. Zu den Gesamtkosten könne er sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht näher äußern. Fest stand allerdings schon vorher, dass die Sanierung wohl mehr als 5 Millionen Euro kosten würde. Das Land Niedersachsen bezuschusst die Sanierung mit 400.000 Euro.



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