Lässt sich Eiweißbedarf pflanzlich decken?

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oher wir sie bekommen? Eine Möglichkeit sind tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte oder Eier, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) aufzählt. Auch bestimmte pflanzliche Lebensmittel sind reich an Eiweiß, etwa Soja, Linsen, Bohnen, Erbsen, Vollkornprodukte, Kürbiskerne, Haferflocken und Quinoa.

Gut zu wissen, insbesondere für alle, die sich vegan oder vegetarisch ernähren: Tierische und pflanzliche Quellen unterscheiden sich, wenn es um die Eiweißqualität geht. Darauf macht Katharina Holthausen von der Verbraucherzentrale Bayern aufmerksam.

Konkret geht es darum, wie viele essenzielle Aminosäuren die jeweiligen Lebensmittel dem Körper liefern. Das sind Eiweißbausteine, die der Körper nicht selbst herstellen kann. „Tierische Lebensmittel liefern meist alle essenziellen Aminosäuren in einem Paket“, sagt Katharina Holthausen. Bei pflanzlichen Lebensmitteln ist das hingegen nicht der Fall – abgesehen von einer Ausnahme: Soja. Daher lautet der Tipp der Ernährungsexpertin: „Um den Aminosäurenbedarf mit pflanzlichen Lebensmitteln zu decken, ist es sinnvoll, verschiedene Eiweißquellen zu kombinieren.“

So enthalten Getreideprodukte bestimmte essenzielle Aminosäuren, die Hülsenfrüchte nicht liefern – und umgekehrt. „Sie ergänzen sich also optimal“, sagt Holthausen. Was im ersten Moment kompliziert klingt, ist es am Ende oft nicht: Wer sich eine Linsenbolognese mit Vollkornpasta kocht oder seine Erbsensuppe mit Brot serviert, macht viel richtig.

Die Kombination verschiedener Eiweißquellen muss nicht zwangsläufig innerhalb einer Mahlzeit passieren. Es reicht, sie über den Tag zu verteilen. dpa
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