Wird die Domänenkreuzung endlich sicherer?
Stadtverwaltung Pattensen kündigt an, in diesem Jahr die schon lange geforderte Bedarfsampel am Ortseingang von Schulenburg zu bauen

Unübersichtlich: Im Bereich der Domänenkreuzung soll eine Bedarfsampel zum sicheren Überqueren der Straße für Fußgänger und Radfahrer gebaut werden.Foto: Mark Bode
Pattensen. Es läuft nicht immer nach Plan. Seit mehreren Jahren wird bereits vom Bau einer Bedarfsampel an der Domänenkreuzung nahe dem nördlichen Ortseingang von Pattensen-Schulenburg gesprochen. Der inzwischen ehemalige Erste Stadtrat Axel Müller hatte einst die Hoffnung, dass diese spätestens zum Start des Schuljahres im August 2025 steht. Doch daraus wurde nichts. Konkret festlegen wollen sich die Pattenser Stadtverwaltung und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nicht mehr. Behördensprecher Martin Klose sagt deshalb: „Die Umsetzung der Bedarfsampel erfolgt voraussichtlich in diesem Jahr.“

Dabei drängen besonders Eltern von Grundschulkindern darauf, dass an der Kreuzung endlich eine Ampel errichtet wird. Für viele Verkehrsteilnehmende ist es ein unübersichtlicher Bereich. Seit Oktober 2024 ist die neue Grundschule im Betrieb. Kinder aus Jeinsen besuchen die Schule ebenfalls, nachdem die Leinetalschule geschlossen wurde. Wer mit dem Fahrrad aus Jeinsen fährt, muss an der Domänenkreuzung die Landesstraße 460 überqueren.

Ursprünglich hatte die Landesbehörde die Idee entwickelt, von der Domänenkreuzung einen Radweg parallel zur L460 bis zur Bundesstraße 3 zu bauen. In dem Zuge hätte auch eine Bedarfsampel zum Überqueren installiert werden können. Der Bau wird allerdings erst in einigen Jahren umgesetzt. Doch so lange wollte die Stadtverwaltung nicht warten. Müller drängte in seiner Dienstzeit darauf, dass die Stadt das Vorhaben in die eigene Hand nimmt, finanziell in Vorleistung geht und die Bedarfsampel baut.

Weshalb das Vorhaben aber noch immer nicht umgesetzt wurde, bleibt offen. Über den grundsätzlichen Plan sind sich Stadt und Land aber offenbar einig. „Zur Schulwegsicherung wird die Querungsstelle westlich der Kreuzung mit einer Bedarfsampel ausgestattet“, sagt Landesbehördensprecher Klose. In den Kreisstraßen sollen dazu Induktionsschleifen verbaut werden, „um ein sicheres Queren für den Kfz-Verkehr zu unterstützen“, so Klose.

Dass die Umsetzung des Vorhabens allerdings so lange dauert, frustriert Kommunalpolitiker und Eltern.

„Der Aspekt Schulwegsicherung hat für mich absoluten Vorrang“, sagt Ratsherr Günter Kleuker (UWJ). „Meiner Meinung nach brauchen wir für die Domänenkreuzung eine kurzfristige Lösung.“ Damit meint er „eine Art Baustellenampel sofort und eine Ampelanlage mit extra Linksabbiegerpfeil so schnell wie möglich“.

Schulenburgs Ortsbürgermeisterin Svenja Blume (UWG) verweist darauf, dass die Kreuzung für die Landesbehörde und die Polizei keinen Unfallschwerpunkt darstellt und deshalb baulich nicht verändert wird. Sie hofft dennoch auf einen schnellen Bau der Bedarfsampel für Fußgänger und Radfahrer. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt sie.

Für die Jeinser Bürgerin Alexandra Stolle geht es allerdings nicht nur allein um die Schulwegsicherung. „Neben den Schulkindern würden alle Bevölkerungsgruppen profitieren.“ Ihrer Ansicht nach würden grundsätzlich Kinder und Jugendliche eher mit dem Fahrrad zwischen Jeinsen und Schulenburg pendeln, um im jeweils anderen Ort Freunde zu treffen, wenn es eine sichere Möglichkeit zum Überqueren der Straße gibt.

Neben dem Zeitpunkt des Ampelbaus ist auch noch unklar, wie hoch die Kosten für die Stadt sein werden. Immerhin: Die Stadt hat einen Antrag auf eine Förderung gestellt, der laut Stadtsprecherin Andrea Steding auch „vorläufig bewilligt“ wurde. „Es werden voraussichtlich 75 Prozent der Ausgaben gefördert“, sagt sie.

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