„Alltagsrassismus zeigt sich oft in kleinen, alltäglichen Situationen“, sagt Steding. Anna Wegener absolviert derzeit ein Praktikum als Integrationsfachkraft bei der Stadtverwaltung. Sie entwickelte die Idee zu diesem Wettbewerb. Das Motto lautet: „Stell dir vor, es passiert dir.“ Steding erläutert: „Es lädt dazu ein, Perspektiven zu wechseln und Situationen aus Sicht der Betroffenen darzustellen.“
Die Verwaltung bittet um künstlerische Arbeiten, die Alltagsrassismus aus eigener Erfahrung oder Beobachtung thematisieren. Teilnehmen können Migrantinnen und Migranten, Geflüchtete, Kinder und Jugendliche und Erwachsene – einzeln oder als Gruppe. Willkommen „sind Zeichnungen, Malereien, Collagen, Fotografien sowie Mixed-Media-Arbeiten“, sagt Steding. Sie betont, dass keine Darstellungen von Gewalt oder extremen Situationen erwünscht sind.
Steding hält es für sinnvoll, sich dieses Themas anzunehmen und bewusst zu machen, wie Alltagsrassismus aussehen kann. „Es können gut gemeinte Fragen sein, bei denen sich die Person eigentlich gar nichts Böses denkt.“
Steding kann sich gut vorstellen, dass die kreierten Kunstwerke anschließend im Rathaus ausgestellt werden. „Wir haben Flure, auf denen Publikumsverkehr herrscht“, sagt Steding. Eine Jury, deren Zusammensetzung Steding zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht näher benennen kann, wählt drei Arbeiten aus. Diese sollen im Rahmen einer Feier anlässlich des Zuckerfests am Freitag, 20. März, prämiert werden. Die Preisverleihung soll Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD) in den Räumlichkeiten der katholischen Kirche von St. Maria am Ostlandplatz übernehmen.
Details zum Zuckerfest sind laut Steding noch nicht bekannt. Es ist ebenfalls noch offen, welche Preise die ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler erhalten.