Das Problem: Nach Schätzungen der Stadtverwaltung kostet ein Blitzeranhänger rund 200.000 Euro. UWJ-Ratsherr Dirk Meyer sagte im jüngsten Finanzausschuss, dass er die Idee zwar grundsätzlich unterstütze, doch aufgrund der Kosten nicht dafür stimmen kann. „Wir haben in unserem defizitären Haushalt aktuell noch ganz andere Bretter zu bohren“, sagt er. Kämmerin Heike Hessenkamp weist auf Anfrage darauf hin, dass die Stadt sich die Einnahmen für dokumentierte Überschreitungen der Geschwindigkeit mit der Region Hannover teilt.
SPD-Ratsherr Matthias Friedrichs unterstützt hingegen den Antrag der CDU. „Wir dürfen hier nicht nur die Kosten betrachten. Es geht um die Erhöhung der Verkehrssicherheit“, sagte er. Den städtischen Leiter des Sachgebiets Sicherheit und Ordnung, Lars Klüger, beschäftigt vor allem die Frage nach den Folgekosten. „Wir brauchen auch ein Auto mit Anhänger, das den Blitzer transportieren kann, und eine passende Garage zur Unterbringung. Zudem muss Personal für den Einsatz des Geräts geschult werden“, sagte er. Zusätzlich erwähnte Klüger noch, dass die Stadt in der Auswahl der Messpunkte zur Überwachung des fließenden Verkehrs nicht frei ist. Aktuell gibt es 60 Messpunkte, die mit der Polizeiinspektion Garbsen abgestimmt sind. Davon seien aufgrund der Lage lediglich 20 für Einsatz eines mobilen Blitzeranhängers geeignet.
Der Ausschuss sprach sich schließlich mit vier Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen für den Kauf des Blitzeranhängers aus. Die Entscheidung soll in einer der nächsten Ratssitzungen fallen.