Sie war Schülersprecherin sowie auch Vorsitzende des Landesschülerrates. „Wenn man eine Schule hat, die es fördert, dass sich jemand demokratisch engagieren kann, ist das super“, sagt Rump. Sie lobt den damaligen Schulleiter Andreas Lust-Rodehorst für dessen Führungsstil. „Man konnte seine Anliegen vortragen. Es wurde anschließend auch geprüft, ob es umsetzbar ist. Die Hierarchie war nicht so groß, man fühlte sich ernst genommen“, sagt Rump.
Als Schülersprecherin engagierte sie sich gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Schülervertretung beispielsweise für die Verschönerung der Schultoiletten. „Das war richtige Teilhabe“, sagt Rump. „Das hat großen Einfluss darauf, wie wohl man sich an der Schule fühlt.“ Dass ihre Lehrer in ihrem Politik-Leistungskurs großen Wert auf den Austausch zu dem tagesaktuellen politischen Geschehen legten, gefiel Rump ebenfalls. Insgesamt fühlte sie sich an der Schule gut aufgehoben. Auch, als Mirjam Gerull die Leitung übernahm.
Das vor wenigen Jahren gestartete Projekt „Herausforderung“, bei dem sich Jugendliche der neunten Klassen eine Woche lang nahezu ohne Geld fortbewegen sollen, findet Rump für die Entwicklung der jungen Menschen förderlich. „Man kann im Team Lösungen finden, das ist eine sehr wichtige Erfahrung.“
Schon zu ihrer Schulzeit gab es den jährlichen Novembertee. „Wir hatten mal Weihnachtsmänner aus Holz verkauft und auch mal selbstgebundene Bücher“, erinnert sie sich. Die Veranstaltung gefällt ihr auch weiterhin so gut, dass sie in der vergangenen Vorweihnachtszeit bereits die KGS besuchte. „Wenn es zeitlich passt, komme ich immer mal wieder gerne vorbei“, sagt sie.
Bildung und Soziales sei ihr schon immer wichtig gewesen. Wirtschaft und Arbeit kamen während des Wahlkampfes hinzu. „In welche Ausschüsse ich komme, entscheidet sich in den nächsten Wochen“; sagt Rump.
Ob sie sich als mögliches Vorbild für die aktuellen Schülerinnen und Schüler an der KGS Pattensen ansieht, lässt sie offen. „Es ist wichtig, Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, sich stark zu machen für ihre eigenen Belange.“ Sie ist überzeugt davon, dass eine Vielzahl junger Menschen politisch interessiert ist.
Um grundsätzlich die jüngere Generation besser erreichen zu können, hat sie sich auf Anraten von Schülern nun sogar der Plattform Tiktok gewidmet. „Wir müssen es schaffen, komplizierte Dinge runterzubrechen und mit den Menschen wieder mehr ins Gespräch zu kommen“, sagt sie.