„Wir haben die Beweisaufnahme in dem Gebäude abgeschlossen, sodass es jetzt abgerissen werden kann“, sagte Dingeldey: „Doch die Verhandlungen mit der Versicherung über die zu zahlende Summe laufen noch.“ Grundsätzlich gab es von den rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Versammlung viel Lob für das geplante Gebäude.
Die neue Mehrzweckhalle solle nicht nur funktional sein und optisch in Ort und Stadt passen, sagte der Bürgermeister: „Wir haben auch Wert auf ästhetische und architektonisch Aspekte gelegt.“ Das kostet vielleicht ein wenig mehr, sei aber auch ein Mehrwert für Hemmingen.
Das Feuer war seinerzeit im Geräteraum der 1974 errichteten Halle ausgebrochen und hatte sich auf das übrige Gebäude ausgebreitet. Geschätzter Schaden: rund 1,7 Millionen Euro. Der geplante Neubau ist um ein Vielfaches teurer. Die Stadt will mehr als 9 Millionen Euro investieren, obwohl es bis jetzt noch keine Zahlung von der Gebäudeversicherung gibt.
Das aktuelle Gebäude nutzt noch die Kindertagesstätte des Orts. Für die Bauzeit zieht die Kita in eine Containeranlage, die ebenfalls im Sommer am naheliegenden Kehlbeckplatz aufgebaut wird. „Der Umzug der Kindertagesstätte ist im Oktober 2025 geplant“, sagt Dingeldey. Platz gebe es genug, kein Kind müsse in anderen Ortsteilen untergebracht werden.
Die Kita profitiert doppelt. Sie wird nicht nur um eine Gruppe erweitert, sodass es künftig zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe gibt, sondern wie der gesamte Neubau im Energiestandard KfW 40 errichtet.
In Vorbereitung der Arbeiten soll im Sommer eine Baustraße angelegt werden, die von der Arnumer Straße über das Feld direkt zur künftigen Halle führt. Die Stadt hat den entsprechenden Teil des Feldes aus gutem Grund gepachtet: So wird die Straße Hallerskamp, an der zusätzlich zur Mehrzweckhalle auch noch das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr liegt, durch den Baustellenverkehr nicht belastet.
Der Neubau soll im November 2025 starten und binnen zwei Jahren fertig sein, so Dingeldey: „Nach unseren aktuellen Planungen gehen wir davon aus, dass die neue Halle im August 2027 eröffnet werden kann.“
Bis es soweit ist, müssen die einzelnen Sparten noch in der Hallen der Nachbarvereine SV Arnum und SV Wilkenburg trainieren. Aktuell zählt der SV Harkenbleck 475 Mitglieder, wobei Badminton (157 Mitglieder) und Gymnastik (144) die größten Sparten sind. „Neben der Begleitung des Neubaus der Halle wollen wir uns in nächster Zeit wieder auf die Mitgliedsgewinnung konzentrieren“, sagte der Vorsitzende Udo Muth.
Weiterhin kündigte der Vorsitzende an, dass er und seine in der Versammlung erneut einstimmig wiedergewählte Stellvertreterin Ulrike Schottmann die Ämter mit Fertigstellung der Halle zur Verfügung stellen wollten. „Es wird Zeit für frische Kräfte“, sagt Muth, der bereits seit mehr als 20 Jahren dem Vereinsvorstand angehört.
Schließlich ehrten Muth und Schottmann noch Werner Lehmann für 60-jährige Mitgliedschaft sowie Peter Gurkau und Inge Tischler für jeweils 50-jährige Vereinstreue.