Bis zu 80 Urnen werden einmal in dem besonderen Raumteiler unter der Empore von St. Marien links und rechts vom Mittelgang Platz finden. Die Raumwirkung der Wände veranschaulicht seit mehreren Monaten ein Modell aus Pappe im Maßstab von 1:1. 2,16 Meter hoch sind die äußeren Reihen mit jeweils fünf übereinanderliegenden Kammern. Die beiden mittleren sind 1,79 Meter hoch, und die Einzelreihen am Gang messen 1,05 Meter.
Die besondere Form der Urnenbestattung hat schon im Vorfeld großes Interesse geweckt. Es habe viele Reservierungsanfragen zu Doppelkammern oder Einzelplätzen gegeben, obwohl das formal und technisch erst in einigen Wochen möglich sei, sagt Beerbom. Eine Kammer mit zwei Urnen soll rund 4300 Euro kosten, so hieß es im Herbst 2024. Für einen Einzelplatz sei etwas mehr als die Hälfte fällig. Bei Satzung und Gebühren dient die hannoversche Südstadtgemeinde als Orientierung, die seit 2013 ein Kolumbarium in der Nazarethkirche unterhält.Zur neuen Bestattungsmöglichkeit für Getaufte in Laatzen informiert die Pastorin und Vorsitzende des Gesamtkirchen-Gemeindevorstands, Katrin Dieckow, am 23. März ab 15 Uhr. Die etwa einstündige Veranstaltung schließe die Informationsreihe ab, an der auch Bestatter teilnahmen, so Beerbom, der an dem Sonntag Baustand, Finanzierung und Gebühren erläutert. Nach den Bodenarbeiten sind noch Elektriker und Maler in der Kirche am Wirken. Außerdem wird ein Gärtner die Urnenwand begrünen. Weil ab April viele Taufen, Hochzeiten und die Konfirmation anstehen, verschwinde das Provisorium direkt nach dem Infotag, sagt Beerbom. Die Urnenwände würden Ende Mai errichtet und seien ab Juni zu nutzen.
Finanziert hat das rund 90.000 Euro teure Kolumbarium der Kirchenkreis Laatzen-Springe. Die Bürgerstiftung Hannover fördert es laut Vorstand mit einer „nicht unerheblichen Summe”.